Samantha Gaul Portrait
© Simon Höfele

Samantha Gaul

Samantha Gaul gehört dem Ensemble der Oper Leipzig ab der Spielzeit 2022/23 an. In Leipzig ist sie als Gretel in Humperdincks Hänsel und Gretel, Ännchen in Webers Der Freischütz, Zerlina in einer Neuproduktion von Don Giovanni, als First Niece in Brittens Peter Grimes, Frasquita in Carmen und weiteren Produktionen zu erleben.

In der Spielzeit 2021/22 feierte Samantha Gaul ihr Debüt in der Titelpartie des Schlauen Füchslein von Janáček am Theater Freiburg und wird dort noch in Rollendebüts als Poussette (Manon) und Anne Trulove (The Rake‘s Progress) zu hören sein. Im Frühjahr 2022 gibt die junge Sopranistin ihr Hausdebüt als Najade an der Opéra National de Montpellier und bei der Schubertiade in Hohenems, wo sie zusammen mit dem Pianisten Kit Armstrong dessen Lieder nach Gedichten von Ulla Hahn uraufführen wird. Auch kehrt sie für die Sopranpartie in Carmina Burana erneut zu den Weilburger Schlosskonzerten zurück. 2020 war sie als Najade mit dem Budapest Festival Orchestra unter Iván Fischer in der Béla Bartók National Concert Hall in Budapest und im Teatro Olimpico in Vicenza zu hören. Ihr Debüt in der Philharmonie Luxembourg gab Samantha Gaul mit Mahlers 4. Sinfonie unter Carlo Rizzari mit dem Orchestre de Chambre du Luxembourg.

 

Am Theater Freiburg, dessen Ensemble sie seit 2017 angehörte, gestaltete sie u.a. die Partien der Adele (Die Fledermaus), Zerlina (Don Giovanni), Musetta (La Bohème), Olympia (Hoffmanns Erzählungen) und die Titelpartie der deutschen Erstaufführung von Mark Anthony Turnages Coraline. In der Spielzeit 2020/21 sollte sie erstmals als Nannetta (Falstaff), Susanna (Le Nozze di Figaro) und Ännchen (Der Freischütz) am Theater Freiburg zu hören sein, den Solo-Sopran in der Uraufführung Boulevard De La Dordogne von Gualtiero Dazzi in Straßburg übernehmen sowie ihr Hausdebut an der Staatsoper Hannover in der Rolle der Adele geben.

 

Gastengagements führten die junge Sopranistin für die Uraufführung Diodati. Unendlich von Michael Wertmüller an das Theater Basel, für die deutsche Erstaufführung von Franz Ignaz Becks Barockoper L’isle déserte zu den Schwetzinger SWR Festspielen, zu den Weilburger Schlosskonzerten, zum Rheingau-Musik-Festival, sowie erneut an das Staatstheater Augsburg, wo sie u.a. bereits als Sophie Scholl (Zimmermanns Weiße Rose), in der Titelpartie von Hartmanns Simplicius Simplicissimus, als Serpetta (La Finta Giardiniera) und Adina (L’elisir d’amore) überzeugen konnte. Darüber hinaus debütierte sie als Najade (Ariadne auf Naxos) an der Oper Frankfurt und als Musetta am Konzerttheater Bern.

 

Bereits während ihres Studiums an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Frankfurt am Main bei Hedwig Fassbender, das sie schon als Jungstudentin begann und mit Auszeichnung abschloss, konnte Samantha Gaul erste Bühnenerfahrungen am Staatstheater Darmstadt, am Theater Gießen und bei der Münchener Biennale für zeitgenössisches Musiktheater sammeln. Samantha Gaul studierte im Master-Studiengang Liedgestaltung an der Hochschule für Musik und Theater München bei Christiane Iven und erhielt Unterricht in den Liedklassen von Donald Sulzen, Fritz Schwinghammer und Tobias Truniger. Ihre Ausbildung ergänzen Meisterkurse bei Rudolf Piernay, Helmut Deutsch, Kai Wessel, Dorothee Mields und Axel Bauni, sowie die mehrfache Teilnahme, auch mit Oboe und Querflöte, am hessischen und deutschen Kammermusikkurs.

 

Ausgezeichnet wurde sie unter anderem mit Sonderpreisen der Walter und Charlotte Hamel-Stiftung und der Bundesapothekenkammer. Darüber hinaus gewann sie den 3. Preis beim Bundeswettbewerb Gesang Berlin und ist Stipendiatin des Richard Wagner Verbandes sowie der Da Ponte- Stiftung und der artemusica Stiftung. Zusammen mit ihrer Schwester Gina Gaul wurde sie zur mittelhessischen Kulturbotschafterin ernannt.

 

Die Opernwelt nominierte Samantha Gaul 2018 als Nachwuchskünstlerin des Jahres.